Achtung Gefahr? Mitnichten! Mobil zu sein ist heute nicht nur für die Freizeit, sondern oft auch im Berufsleben ausschlaggebend. Hält man einige Grundregeln ein kann auch ein/e DiabetikerIn sicher und ohne erhöhte Unfallgefahr auf der Strasse unterwegs sein.

DiabetikerInnen verursachen nicht mehr Unfälle als andere Verkehrsteilnehmer. Trotzdem müssen sie wegen der Gefahr einer (plötzlichen) Unterzuckerung natürlich umso besser Acht geben und im Vorfeld an eine Autofahrt einige Vorbereitungen treffen.

 

Besser etwas zu viel als zu wenig

  • Bevor man sich hinters Steuer setzt, sollte man auf jeden Fall immer den aktuellen Zuckerwert messen. Da man sich während der Fahrt voll auf die Gegebenheiten auf der Strasse konzentriert kann es sein, dass erste Hypo-Anzeichen unbemerkt bleiben. Bei einem Wert von unter 4 mmol/l kann die Fahrtüchtigkeit bereits eingeschränkt sein – tiefe Zuckerwerte gilt es auf jeden Fall zu vermeiden!
  • Um plötzliche Hypos zu verhindern, sollte der Blutzuckerwert nie unter 5 mmol/l fallen. Um das sicherzustellen, sollte man bei einem Wert von 5-6 mmol/l ca. 20 g Kohlenhydrate (z.B. eine Frucht, 3 Darvida etc.) zu sich nehmen. Der Wert sollte im Stundentakt kontrolliert und auch dann regelmässig ca. 10 g Kohlenhydrate zu sich genommen werden.
  • Bei Anzeichen einer Unterzuckerung: Sofort anhalten und Kohlenhydrate zu sich nehmen. Im Fall, dass sich ein Hypo entwickelt, sollte man eine Pause von mindestens 20-30 Minuten einlegen (Pausen mindestens alle 1 ½ Stunden sollten natürlich sowieso auf dem Plan stehen)
  • Im Auto sollte man immer einen Diabetikerausweis, genügend Traubenzucker und Snacks mit sich führen. Es gilt immer: better save than sorry!

 

honeybee Tipp: Eigentlich ist’s ja am schönsten, den Ausblick auf die vorbeiziehende Landschaft zu geniessen oder zu dösen. Wir schlagen deshalb vor: Wenn sich ein geeigneter Mitfahrer findet, Diabetes ruhig auch mal als Ausrede benutzen und zum Beifahrer werden. honey wünscht gute Fahrt!