Gleich beim ersten Date oder zuwarten? Diese Frage stellt sich bei vielen Themen, aber für DiabetikerInnen eben auch im Bezug auf die Bekanntmachung ihrer Krankheit. Der richtige Zeitpunkt muss jede/r Betroffene für sich selbst bestimmen. Verstecken sollte man es jedoch auf keinen Fall, denn auch wenn die Krankheit einen nicht als Person definiert, so bestimmt sie doch einen grossen Teil des Alltags mit.

Infos: Schlüssel zum Herz
Diabetes ist kein Einzelsport. Nebst der Unterstützung von Fachpersonal und Support durch die Diabetes-Community geht die Krankheit in einer Partnerschaft beide Seiten etwas an. Ursache und Wirkungen der Krankheit und Therapie sollten offen diskutiert und immer wieder angesprochen werden. So können Missverständnisse reduziert werden. Ist ein Typ 1er beispielsweise launisch, ungeduldig oder streitsüchtig kann es gut sein, dass das an einem unausgeglichenen Blutzuckerwert liegt. Gleichzeitig kann ein Betroffener sich bevormundet fühlen, wenn (gut gemeinte) Ratschläge von einem Nicht-Betroffenen Partner kommen. Sich solcher heiklen Punkte bewusst zu sein und offen darüber zu kommunizieren setzt voraus, dass der Partner sich mit der Krankheit auseinandersetzt und nebst Verständnis vor allem auch Sachkenntnis und „know how“ an den Tag legt. Ob durch einen gemeinsamen Besuch bei der Diabetesberatung, mit Büchern oder Internet oder ganz einfach durch „Privatstunden“: Wissen über Ursachen und Zusammenhänge der Krankheit und Insulintherapie helfen beiden Partnern,

 

honeybee Tipp: So wie jeder Diabetes einzigartig ist, so ist auch jede Beziehung mit all ihren Hochs und Tiefs einmalig. Hier allgemeingültige Infos und Tricks aufzulisten macht daher sicher wenig Sinn. Der Austausch über online-communities oder live-Gruppentreffs können aber motivierend, anregend, informativ und hilfreich sein – und das nicht nur für Betroffene selbst, sondern auch für ihre PartnerInnen und Angehörigen. Auch wenn deine Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert: Join the beehive and get busy!