Die Dosis berechnet jeder Diabetiker auf der Basis verschiedener Faktoren wie der Menge an zugeführten Kohlehydraten, körperlicher Aktivität im Vorfeld und im Anschluss an die Mahlzeit sowie des aktuellen Blutzuckerwerts. Das Ermitteln der erforderlichen Menge an Insulin braucht Disziplin und vor allem auch Erfahrung. Die so genannte funktionelle Insulintherapie (FIT) ermöglicht den DiabetikerInnen viel Freiheit (aber auch viel Eigenverantwortung) in der Therapie. Der Grundbedarf an Insulin wird mit langwirksamem Insulin gedeckt (Basis). Das Basisinsulin wird je nach Bedarf ein- bis dreimal täglich gespritzt. Zusätzlich kommt bei jeder Mahlzeit schnell wirksames Insulin dazu, das den vorübergehend erhöhten Bedarf an Insulin deckt (Bolus). Das Basis-Bolus Spritzsystem erlaubt es den Betroffenen nur dann zu spritzen, wenn ihr Körper auch wirklich auf mehr Insulin angewiesen ist. Für viele DiabetikerInnen bedeutet das, dass sie auf rund vier bis sechs Injektionen pro Tag kommen. Insulin wird subkutan, das heisst in das Fettgewebe unter der Haut, injiziert. Meistens werden die Injektionen am Bauch oder Oberschenkel vorgenommen.