Diabetes mellitus Typ 1 – früher auch als insulinabhängiger oder juveniler Diabetes bezeichnet – ist eine Autoimmunerkrankung, welche die Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse auslöst. Dieser Typ betrifft eine Minderheit von ca. 3-5% aller Diabetesfälle, weshalb diese Form im öffentlichen Bewusstsein weniger stark vorhanden ist.

Nehmen wir Nahrung zu uns wird der darin enthaltene Stärkezucker zu Energie für die Körperzellen umgewandelt. Insulin reguliert die Verteilung dieses Zuckers und öffnet die Zellen für die Aufnahme der Glukose. Wenn die Betazellen wie im Falle des Typ 1-Diabetes zerstört werden, kann kein Insulin mehr produziert werden und der Zucker bleibt im Blutkreislauf zurück. Ohne Behandlung – sprich Zugabe von Insulin – führt dies zu lebensbedrohlichen Organschäden. Typ 1-DiabetikerInnen sind deshalb auf lebenslange externe Zugabe von Insulin durch Injektionspens oder Insulinpumpen angewiesen. Für einen gut eingestellten Blutzuckerhaushalt sind ausserdem eine ausgewogene Ernährungsweise, genügend Bewegung und eine stabile psychische Verfassung ausschlaggebend.

Ursachen

Obwohl die meisten DiabetikerInnen bereits im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter diagnostiziert werden, kann die Krankheit Menschen in jedem Lebensalter betreffen. Die Ursachen der Krankheit sind noch zu wenig erforscht, doch viele Wissenschaftler vermuten ein Zusammenspiel aus äusseren Faktoren (wie Virusinfektionen oder Umweltfaktoren), genetischen Veranlagungen und Autoimmunprozessen (z.B. einer Fehlsteuerung des Immunsystems), welche die Zerstörung der Betazellen auslöst. Diabetes mellitus Typ 1 ist keine Erbkrankheit, obwohl eine Veranlagung zur Entwicklung der Krankheit vererbt werden kann. Hat beispielsweise ein Elternteil Diabetes wird die Krankheit in 3-5% der Fälle auf das Kind vererbt. Sind beide Eltern Diabetiker, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 10-25%. Aber als Autoimmunerkrankung müssen weitere Umweltfaktoren gegeben sein, damit es zu einer Erkrankung kommt. Der heutige Stand der Forschung geht davon aus, dass vor allem Virusinfektionen das Immunsystem zu einer irregeleiteten Abwehrreaktion verleiten und damit die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen verursachen.

Leben mit Diabetes

Gerade für Betroffene, die zu einem relativ späten Zeitpunkt in ihrem Leben diagnostiziert werden gilt es, sich eine Identität mit dem neuen Lebensbegleiter aufzubauen. Nicht nur der persönliche Alltag, sondern auch das Zusammenleben in der Familie, in Partnerschaften und am Arbeitsplatz kann sich durch die Diagnose verändern.

Obwohl die meisten DiabetikerInnen bereits im Kindesalter diagnostiziert werden, kann die Krankheit Menschen in jedem Lebensalter betreffen. Die Ursachen der Krankheit sind noch zu wenig erforscht, doch viele Wissenschaftler vermuten ein Zusammenspiel aus Umwelt-, Gen- und Autoimmunfaktoren, welches die Zerstörung der Betazellen auslöst.

Gerade für Betroffene, die zu einem relativ späten Zeitpunkt in ihrem Leben diagnostiziert werden gilt es, sich eine Identität mit dem neuen Lebensbegleiter aufzubauen. Nicht nur der persönliche Alltag, sondern auch das Zusammenleben in der Familie, in Partnerschaften und am Arbeitsplatz kann sich durch die Diagnose verändern.