Zucker ist nicht immer gleich Zucker, Zucker ist der Sammelbegriff vieler verschiedener Einfach- und Mehrfachzuckern. Die nachfolgende Grafik zeigt eine Übersicht der häufigsten Zuckerformen, welche in unserem Alltag eine wichtige Rolle spielen.

Der häufigste verwendete Zucker, der Haushaltszucker (Saccharose), wird hauptsächlich aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen und in unseren Läden in x verschiedenen Formen angeboten. Beispiele dafür sind Hagelzucker, Puderzucker, Rohrzucker oder Würfelzucker. Milchzucker kommt natürlicherweise, wie schon der Name verrät, hauptsächlich in Milchprodukten vor, seine Süsskraft beträgt aber nur etwa 20% derjenigen der Saccharose. Malzzucker wird aus dem Abbau von Stärke gewonnen und wird in der Alkoholproduktion verwendet. Diese Zweifachzucker, wie auch Stärke, müssen im menschlichen Körper durch Enzyme zuerst zu Einfachzucker gespalten werden, da nur diese als Energielieferanten fungieren können. Hingegen gelangen die Einfachzucker Fruchtzucker (Süsskraft verglichen mit Saccharose ca. 150%), wie auch Traubenzucker, direkt innert weniger Minuten in den Blutkreislauf und können mit Hilfe von Insulin in die Zellen transportiert werden, dort weiter zerlegt werden und an den richtigen Ort gebracht, als Kraftstoff gebraucht werden. Darum wird auch häufig der Term „schnelle“  Zucker verwendet, wobei Zwei- und Mehrfachzucker zu den „langsamen“ gehören.  Cellulose kann von menschlichen Enzymen nicht  gespalten werden und ist somit nicht energierelevant. Ist zu viel Zucker vorhanden, wird dieser als Fett gespeichert um zu einem späteren Zeitpunkt remobilisiert zu werden. Ein relevanter Punkt für Nahrungsmittel ist deren Geschmack. Früher wurde hauptsächlich Fett als Geschmacksträger verwendet, da in den letzten Jahren Fett mehr und mehr zu einem Sündenbock mutierte und in Lebensmitteln vermehrt reduziert wird, muss der Geschmack und auch die Substanzmenge durch andere Stoffe ersetzt werden – wie z.B. durch Zucker. Beträchtliche Mengen sind auch in Nahrungsmitteln, wo man ihn nicht unbedingt erwartet, vorhanden – Wurst, Ketchup, Pizza, Fertigsalatsaucen, um nur einige davon zu nennen. Aber Zucker ist weder gesünder, noch wirklich viel kalorienärmer als Fett. Ein Gramm Fett enthält 9 kcal, ein Gramm Zucker immer noch stattliche 4 kcal. Der durchschnittliche Schweizer verzehrt pro Tag unglaubliche 138 g Zucker – 552 kcal, was einem Viertel der empfohlenen Tagesenergiemenge für normal aktive Menschen entspricht. Die World Health Organization (WHO) empfiehlt maximal 10% der Tagesenergiemenge direkt aus Zucker zu konsumieren; gerade mal 50 g.